Drei Neuerscheinungen über eine Terra incognita, IP, Das Magazin für globales Denken, erschienen am 29. Juni 2018

In Korea lautet ein Sprichwort: Beim Kampf der Wale wird die Garnele zerquetscht. Kein Wunder, war die Halbinsel doch in ihrer über 1000-jährigen Geschichte nur sehr selten frei von Fremdherrschaft. Oft lebte das koreanische Volk unter der Kontrolle der Chinesen oder der Japaner. Kaum befreit von der Besatzung Japans, teilten die Sowjetunion und die USA das Land 1948 unter sich auf.

Der Überfall des Nordens auf den Süden 1950 führte drei Jahre später zu einem Waffenstillstand, der bis heute gilt, auch wenn völkerrechtlich kein Frieden geschaffen wurde.

Nach der Teilung des Landes entlang des 38. Breitengrads begann die nordkoreanische Kim-Dynastie, mit der „Chuch’e-Ideologie“ eine autarke Gesellschaft zu prägen. Das Volk zahlte dafür einen hohen Preis. Dazu gehören das Abgeschottetsein, die rückständige technologische Entwicklung, die Gulags, das Kastensystem „Songbun“, wiederholte wirtschaftliche und Ernährungskrisen sowie ein veraltetes Bildungssystem. Hinzu kommt die Trennung von Familien durch die Teilung Koreas. Die starke wirtschaftliche Abhängigkeit von China und Russland wird von Pjöngjang zwar verschwiegen, stellt aber die bittere Realität der selbstgewählten Autarkiepolitik dar.

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